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Biotop-Baustein

Totholzhaufen

<p>Ein Totholzhaufen ist ein wahres Paradies f&uuml;r viele Arten. Er bietet Lebensraum f&uuml;r Wildbienen und K&auml;fer sowie Versteckpl&auml;tze f&uuml;r Amphibien und Reptilien. Totholzhaufen sind geeignete &Uuml;berwinterungsquartiere f&uuml;r Molche, Kr&ouml;ten, Blindschleichen, Fr&ouml;sche, Eidechsen und Hummelk&ouml;niginnen.</p>

Biotop-ElementTotholz
Unterstützte Tiergruppen

Anleitung zum Selbstanlegen

1. 1. Suche dir einen Platz

Legst du den Totholzhaufen an einem sonnigen Standort an, finden sich andere Arten ein als an einem schattigen Standort. Im Schatten zersetzt sich das Holz schneller als in der Sonne. Am Rand von Sträuchern und Hecken oder in der Nähe von Gewässern wird der Holzhaufen schnell als Unterschlupf angenommen.

2. 2. Frostfreien Unterschlupf anlegen

Besonders nützlich ist es, gleichzeitig einen frostfreien und trockenen Ort als Überwinterungsquartier mit anzulegen. Dazu sollte ein möglichst großes und tiefes Loch gegraben werden. Ideal ist es, etwas Drainage (Sand, Kies, Schotter) am Boden einzufüllen, dadurch kann Regen- oder Tauwasser besser versickern und die Tiere im Winterquartier bleiben trocken. Fülle das ausgehobene Loch anschließend mit möglichst unterschiedlich großen Holzstücken und Wurzeln auf, auch Steine eignen sich als Material zum Füllen des Loches. So finden Erdkröte, Hornisse und Eidechse schon im ersten Jahr ein Überwinterungsquartier.

3. 3. Fülle das Loch mit Holz auf

Nun kannst du Äste, Stammstücke und Wurzeln locker auflegen, bis ein erhöhter Holzhaufen entstanden ist. Am sinnvollsten ist die Verwendung möglichst unterschiedlich großer Holzstücke für verschieden große Lücken, denn Amphibien und Reptilien bevorzugen enge Verstecke, dort können keine Marder und Katzen eindringen.

4. 4. Erdaushub verwenden

Hast du für ein frostfreies Quartier ein Loch ausgehoben, fällt möglicherweise Erdaushub an, damit lassen sich weitere Biotop-Bausteine verwirklichen. Es können z.B. kleine Hügel modelliert werden, welche anschließend bepflanzt werden können. Auch ein kleiner Erdhügel neben einem Holzhaufen an Nord- oder Westseite schützt vor Wettereinflüßen wie Wind und Regen und macht das geschaffene Quartier attraktiv für Tiere. Hast du lehmigen Erdaushub, kannst du damit Senken auskleiden, um damit Badepfützen und Wasserstellen für Vögel und Insekten zu schaffen.

Link: temporäre Gewässer