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Biotop-Baustein

Temporäre Gewässer

<p>Gew&auml;sser ohne Tiefenzonen, welche auch trocken fallen k&ouml;nnen wie z.B. Pf&uuml;tzen z&auml;hlen zu den tempor&auml;ren Gew&auml;ssern. Besonders wichtig bei diesen flachen Gew&auml;ssern ist ein besonnter Standort und angepasste Pflanzenarten. (Diese tempor&auml;ren Gew&auml;sser werden von einigen Amphibienarten wie Kreuzkr&ouml;te, Gelbbauchunke und Wechselkr&ouml;te bevorzugt besiedelt, da dort keine Fressfeinde wie Fische vorkommen. Zeitweise trocken fallende Gew&auml;sser werden von vielen, mittlerweile seltenen Libellenarten wie s&uuml;dlicher Mosaikjungfer oder gefleckter Heidelibelle zur Reproduktion genutzt, denn die Larven &uuml;berwintern aufgrund einer schnellen Entwicklung nicht. Viele Vogelarten finden sich zum Baden und Trinken ein und auch Insekten k&ouml;nnen beobachtet werden.)</p> <p>&nbsp;</p>

Biotop-ElementWasser
Unterstützte Tiergruppen

Anleitung zum Selbstanlegen

1. 1. Senken und Mulden erkennen

Bevor du Lebensräume künstlich anlegst, kannst du Bodensenken und Vertiefungen suchen. Schaue einfach nach dem Regen, wo sich Wasser sammelt. Häufig entstehen solche Senken durch Fahrrinnen auf verdichteten Wegen oder durch Hänge. Kannst du zum Beispiel Spatzen beim Baden beobachten, hast du bereits ein temporäres Gewässer. Vermeide das Planieren und Einebnen an dieser Stelle, denn Senken und Mulden sind wertvoll und selten geworden. Solche Senken können auch künstlich nachgebildet werden.

2. 2. Suche einen Platz

Hast du lehmige Erde oder Lehm zum Beispiel vom Teichbau übrig, kannst du dir damit selbst eine Pfütze gestalten. Wähle am besten einen Standort, welcher natürlich durch Regenwasser gespeist wird wie zum Beispiel einen Überlauf der Regentonne oder direkt neben dem Teich. Gut geeignet ist die tiefste Stelle der Fläche, besonders bei abschüssigem Gelände sammelt sich die Feuchtigkeit dort.

3. 3. Ausheben und modellieren

Hebe eine Mulde aus, Tiefe und Ausdehnung richten sich nach den örtlichen Gegebenheiten, schmale Rinnen sind für kleine Flächen geeignet, große und tiefe Senken benötigen mehr Platz. Nutze anfallenden Lehm, um die ausgehobene Mulde damit zu verkleiden. Trage den Lehm in leicht feuchtem Zustand direkt auf die geebnete Erde schichtweise auf und glätte ihn nach jeder Schicht. Umso trockener der Lehm verarbeitet wird, umso geringer ist die Chance, dass er beim Trocknen reisst.

4. 4. Verzahnung

Mit Biotop-Bausteinen im Umfeld wie Feuchtwiese, Totholzhaufen und einem Teich ensteht schnell ein Lebensraum für unzählige Arten. Du kannst nach dem Regen Spatzen und Amseln beim Baden beobachten und auch Insekten nutzen an heißen Tagen diese Wasserstelle.

Diese Biotop-Bausteine passen besonders gut dazu

Geeignete Pflanzen