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Biotop-Baustein

Wassergefüllte Gefäße

Die meisten Tiere benötigen Wasser. Wenn der Platz für einen Teich nicht ausreicht, zum Beispiel in kleinen Gärten, Hinterhöfen oder auf dem Balkon, können flache Schalen für Igel und Co. am Boden aufgestellt werden. Insekten und Vögel bevorzugen erhöhte Trink- und Badestellen, denn so erwärmt sich das Wasser meist schneller für wärmeliebende Insekten wie Honigbienen und beim Baden behalten Vögel den Überblick. Gefäße wie Holzfässer, Wannen aus Zinn oder alte Futtertröge, welche mit Wasser gefüllt werden, entwickeln sich schnell zum kleinen Minibiotop.
Biotop-ElementWasser
Unterstützte Tiergruppen

Anleitung zum Selbstanlegen

1. Standort suchen

Wassergefüllte Gefäße finden da Platz, wo die Fläche für einen Teich zu klein ist, zum Beispiel am dem Balkon, der Terasse oder in kleinen Gärten. Am besten suchst du einen Platz, welcher mittags im Schatten liegt, denn so wird Verdunstung reduziert. Im Unterschied zu Trinkschalen können wassergefüllte Gefäße bepflanzt werden, damit entsteht ein attraktiver Feuchtlebensraum. Gefäße können ebenerdig versenkt werden oder frei stehen.

2. Gefäßwahl

Verwende robuste, wasserfeste Behälter wie Tonkübel, Kunststoffwannen, Metallgefäße mit Schutzbeschichtung oder Holzgefäße mit Teichfolie. Wichtig ist, dass das Material dauerhaft wasserbeständig ist. Der Untergrund sollte eben, tragfähig sein, damit kein Schmutzwasser eindringen kann. Bei Bedarf kann eine Schicht aus Kies oder Sand als Fundament eingebracht werden. Bei ebenerdig versenkten Gefäßen kann das gefäß auf Kies oder Sand gebettet werden, so dass es nicht wackelt. Um den Rand des Gefäßes sollte ebenfalls Kies oder Sand eingebracht werden, um Nährstoffeinträge gering zu halten.

3. Überlauf

Ein kleiner Überlauf, zum Beispiel eine Bohrung am Rand oder ein Ablaufrohr Richtung Teich oder Versickerungsmulde verhindert, dass das Wasser bei Regen über den Rand schwappt und den Standort aufweicht. Mehrere kleinere Gefäße speichern Wärme und Wasser oft effizienter als ein großes und lassen sich flexibler verteilen.

4. Bepflanzung

Nun das Gefäß mit Wasser füllen und möglichst erdfreie Wasserpflanzen eingesetzen, die zur Wasserqualität beitragen und Verdunstung reduzieren. Flache Steine oder Holzstücke als Ausstiegshilfe helfen, damit Kleintiere nicht ertrinken.
Schritt 5: Verzahnung

5. Verzahnung

Wenn du neben deiner Wasserstelle einen Steinhaufen oder einen Strauchgruppe anlegst, finden Igel und andere Kleinsäuger schnell einen geschützten Unterschlupf. Ein Staudenbeet oder ein Saum bieten zusätzlich Nahrung für viele Tierarten

Geeignete Pflanzen (5)