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Biotop-Baustein

Reisighaufen

<p>Umso mehr Totholz wir bereitstellen, umso mehr Arten werden sich einfinden. Wer etwas Platz hat, kann auch einen Reisighaufen anlegen. Neben dem &ouml;kologischen Nutzen wird so der Abtransport gespart und anfallende Astst&uuml;cke und anderes Material werden dem Naturkreislauf wieder zugef&uuml;hrt.</p>

Biotop-ElementTotholz
Unterstützte Tiergruppen

Anleitung zum Selbstanlegen

1. 1. Suche dir einen Platz

Für die Anlage eines Reisighaufens benötigst du mindestens einen Quadratmeter Platz, umso mehr, umso besser. Wählst du einen ungestörten Platz aus, finden sich schnell Rotkehlchen und Heckenbraunelle ein, um im Reisighaufen geschützt zu brüten. Ein Reisighaufen ist eine gute Möglichkeit für kleinere Flächen, um anfallenden Gehölzschnitt zu verwenden. Für die Neuanlage eines Reisghaufens wird möglichst viel Gehölzverschnitt benötigt.

2. 2. Frostfreien Unterschlupf anlegen

Besonders nützlich ist es, gleichzeitig einen frostfreien und trockenen Ort als Überwinterungsquartier unter dem Reisighaufen anzulegen. Dazu sollte ein möglichst großes und tiefes Loch gegraben werden. Ideal ist es, etwas Drainage (Sand, Kies, Schotter) am Boden einzufüllen, dadurch kann Regen- oder Tauwasser besser versickern und die Tiere im Winterquartier bleiben trocken. Fülle das ausgehobene Loch anschließend mit möglichst unterschiedlich großen Steinen, Wurzelstücke, Ästen, Rinde und trockenem Laub auf.

3. 3. Reisighaufen aufschichten

Ganz unten kannst du große Stämme, Wurzeln und Äste plazieren, anschließend wird der vorhandene Gehölzverschnitt locker darüber geschichtet, bis ein möglichst großer Haufen entstanden ist. Besonders gern wird der Reisighaufen von Brutvögeln genutzt, wenn er mit bedornten Straucharten wie z.B. Brombeeren, Stachelbeeren und Himbeeren umpflanzt wird, denn das hält Katzen und Marder fern. Plane deshalb auch eine Bepflanzung des Reisighaufens ein. Geeignete Pflanzen kannst du unten für deinen Standort filtern.

4. 4. Pflege

Im Sommer brüten darin Vögel wie Rotkehlchen, Heckenbraunelle und Zaunkönig und Igel haben dort ihr Tagesversteck. Außerdem graben sich Mäuse einen Bau, so dass auch Hummelnester einen geschützten Platz im Reisighaufen finden können. Und auch die weniger sichtbaren Tierarten wie Spinnen, Asseln, Ameisen, Wildbienen, Wanzen, Käfer und Co. werden den Reisighaufen schnell besiedeln. Im Winterhalbjahr kannst du anfallenden Gehölzschnitt locker aufschichten.

5. 5. Verzahnung

Wildstauden, Kletterpflanzen und ein Saum am Reisighaufens lassen Lebensraum für unzählige Arten entstehen. Verknüpfe deinen Reisighaufen mit anderen Biotop- Bausteinen, um eine besonders hohe Artenvielfalt zu ermöglichen

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Geeignete Pflanzen